Bereits am 12. April wurde die Adobe Creative Suite 5 in einem großen „Online Launch Event“ der Öffentlichkeit präsentiert. Neben dem „Content Aware“-Füllwerkzeug und dem „Puppet Warp“-Verzerrinstrument warten auch noch weitere interessante Neuerungen auf den potentiellen Käufer. Ich habe mir die englische Testversion des Photoshop CS5 Extended einmal angeschaut.

Oberfläche

Da mich hauptsächlich der Photoshop interessiert, habe ich mir daher zuerst dieses Programm genauer angesehen. Es unterscheidet sich auf dem ersten Blick nur minimal von der CS4, da die Oberfläche bis auf einige kleinere „Facelifts“ gleich geblieben ist. Nur die Werkzeug-Icons wurden erneuert und eine schnellere Auswahl der Arbeitsbereiche wurde eingebaut (statt dem bisherigen Pulldown-Menü).

Content Aware-Füllwerkzeug

Bereits von den Videos war ich von dieser neuen Funktion begeistert, da man dadurch endlich Bildobjekte spielend einfach aus den Fotos entfernen kann – so behauptet es zumindest der Hersteller. In der Tat arbeitet das Werkzeug meistens gut; allerdings nur solang das Umfeld des Objekts nicht zu komplex ist. Ansonsten wird das Tool doch sehr kreativ und setzt Bildteile in die Auswahl, die dort nun wirklich nicht hingehören.

Hier Beispiele in denen es gut bis sehr gut funktioniert hat:

Adobe Photoshop CS5: Content Aware Fill - 1 Adobe Photoshop CS5: Content Aware Fill - 2

Im Gegensatz dazu ein Beispiel in denen das Werkzeug etwas zu kreativ war:

Adobe Photoshop CS5: Content Aware Fill - 3

Fazit

Die „Content Aware“-Funktion hält weitestgehend was sie verspricht, allerdings erspart sie dem Benutzer nur bei einfacheren Hintergründen die Arbeit. Für eine schnelle bzw. grobe Bearbeitung ist das Werkzeug sehr hilfreich.

Puppet Warp

Das Werkzeug „Puppet Warp“ befindet sich (in der englischsprachigen Version) unter „Edit > Puppet Warp“ und ermöglicht das Verformen und Drehen über selbst definierte Punkte.

So kann man bei zwei Punkten das Objekt um einen zuvor gesetzten Punkt mit Hilfe des anderen Punkts drehen. Allerdings wird erst es ab einer größeren Punktanzahl interessant, da man in diesem Fall (wie in meinem Beispiel gezeigt) spielend einfach natürliche Verformungen vornehmen kann. Auch für Korrekturen z.B. an Model-Fotos eignet sich dieses Werkzeug, wobei man durch die Punkte auch gezielt Bereiche fixen bzw. vor Vorformungen schützen kann.

Um eine große Flexibilität zu gewährleisten, bietet Adobe eine Auswahlmöglichkeit der Gitternetzdichte an. So lassen sich sowohl gröbere als auch feinere Korrekturen durchführen. Dieses Gitternetz lässt sich zudem zur besseren Bildkontrolle deaktivieren.

Mein Beispiel (Gitternetzdichte: Mehr Punkte, Modus: Normal):

Adobe Photoshop CS5: Puppet Warp

Fazit

Sehr interessantes Werkzeug sowohl für kleinere als auch für größere Bildverformungen, sowie für Verzerrungskorrekturen bei Fotos. Und endlich ist der Schiefe Turm von Pisa mit einigen Mausklicks wieder gerade :-)

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