Nachdem mir für die meisten Server-Anwendungen der QNAP 109 II Pro nicht mehr ausreicht, werde ich einen neuen Versuch starten: Eine stromsparende Server-Plattform mit einem Intel Atom 330 (Dualcore) Prozessor.

Vorgeschichte

Ein kleiner NAS (Network Attached Storage) hat viele Vorteile, denn er ist leise und verbraucht wenig Strom. Allerdings haben nur die wenigsten Systeme dieser Art auch einen Prozessor, der beispielsweise Thumbnails (Vorschaubilder) relativ zügig generieren kann. Auch lassen Sie sich meistens nur beschränkt erweitern, da man (wie in diesem Fall) auf die Erweiterungspakete des Herstellers angewiesen ist.
Zwar kann man dem QNAP mit ein paar kleinen Tricks ein Debian aufspielen, doch geht dies meistens auf Kosten der Geschwindigkeit. Zudem bleibt weiterhin die Beschränkung durch die 500 MHz-CPU und den kleinen Arbeitsspeicher von 256 MB.

Planung

Daher werde ich mir nun einen Server selber zusammenbauen und mit folgenden Komponenten ausstatten:
CPU:
Intel Atom 330 (2x 1,60 GHz, 8W TDP)
Mainboard:
ZOTAC ION ITX A Series (mit nVidia ION-Chipsatz)
int. Grafik: GeForce 9400; WLAN; DVI+HDMI; …
Arbeitsspeicher:
2x 2GB Kingston ValueRAM DDR 800 MHz CL5
Festplatten:
2x 750 GB Western Digital Caviar Green
Gehäuse:
Morex Venus 668B – schwarz

Gehäuse und Netzteil

Inzwischen wurde von Mini-ITX.de das Gehäuse und der Arbeitsspeicher geliefert.
Das Morex Venus 668B (in schwarz) kommt mit einem 220W Netzteil. Dieses liefert bei 3,3V 17A, bei 5V 13A und bei 12V 16A. Es besitzt einen temperaturgesteuerten Lüfter und ist im Leerlauf relativ leise.
Es bietet folgende Anschlüsse: 1x ATX, 1x ATX 12V, 4x Molex und 1x Floppy

Konfiguration

Versuch 1: Zunächst wollte ich den Heim-Server mit Ubuntu 9.04 ausstatten. Leider funktioniert die TV-Wiedergabe unter Linux nur sehr unzuverlässig, da meine USB DVB-S2-Box (TechnoTrend Budget S2-3600) derzeit noch nicht komplett unterstützt wird. Auch arbeitet die MythTV-Software meiner Meinung nach nicht zuverlässig genug.

Daher, Versuch 2: Mit Windows 7 läuft der PC schon wesentlich effektiver. Mit Hilfe des Windows Media Centers werden alle Sender problemlos wiedergegeben – egal ob PAL oder HDTV (720p). Auch die Wiedergabe von HD-Videos im 1080p-Format werden ruckelfrei und absolut flüssig abgespielt. Jedoch wirft ein Desktop-Betriebssystem auch einige Probleme auf: Die Remoteverwaltung gestaltet sich recht schwierig, da es nur wenig Möglichkeiten über die Text-Konsole gibt. Daher greife ich derzeit auf Webdienst wie „LogMeIn“ zurück.

Fazit

Nach 2 Monaten Betriebszeit bin ich mit dem Zotac-Mainboard absolut zufrieden – die Leistung ist für die meisten Fälle ausreichend und dank CUDA können auch HD-Videos ohne große CPU-Belastung wiedergegeben werden.

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