La Palma – Die erste Woche

Tag 1: Der Flug – Mit Condor von München nach La Palma

Jeden Dienstag bringt der Ferienflieger der Condor die Urlauber von München nach La Palma. Nach einer kurzen Verzögerung beim Einsteigen, konnte es dennoch fast pünktlich in Richtung Süden gehen. Dabei stellte sich die Kombination aus schreienden Kindern und einem bellenden Hund als wenig entspannend heraus. Aber immerhin wusste das kleine Mittagessen durchaus zu überzeugen und stillte zumindest kurzzeitig das Magenknurren. Trotz Gegenwind wurde das Reiseziel mit gerade einmal zehn Minuten Verspätung erreicht und auch die Koffer wurden anschließend zügig und vollständig wieder an die Besitzer ausgehändigt.

Die Suche nach der Autovermietung gestaltete sich hingegen schon etwas schwieriger, so waren zahlreiche kleinere Autovermietungen am „Meeting Point“ in der Tiefgarage des Flughafens platziert (diese Information gab es allerdings erst auf Nachfrage). Optisch war bei den Miet-Fahrzeugen alles dabei – von großflächigen Dellen und Kratzern bis hin zu „quasi“ Neuwagen. Der VW Golf von Orlando (Vermietpartner von Sixt) war in einem guten Zustand und passend zum Karneval in Santa Cruz de la Palma in „Babypuder Weiß“. Wie für eine Insel dieser Größe typisch, sind die Straßen zwar zumeist recht gut ausgebaut, jedoch muss man mit häufigem Anfahren am Berg und Befahren schmalen, leicht angeschlagener Straßen leben. Dafür entschädigen die serpentinenartigen Straßen mit einem schönen Blick aufs Meer.

Tag 2: Nahrungssuche und Umgebungserkundung

Der nur rund 1,4 km entfernte Supermarkt befindet sich in Laufweite zum Ferienhaus. Allerdings sollte man die zu überwindenen Höhenmeter beachten – feste Schuhe sind auf jeden Fall sinnvoll. Vor allem bietet die bei Google Maps angezeigt Route durchaus interessante Wege. Die Bezeichnung „Feldweg“ wäre hier noch schmeichelnd.

Tag 3: Los Llanos

Die beschauliche Kleinstadt erwartet seine Besucher mit einigen Straßencafés, Geschäften und abwechslungsreichen Häuserfassaden. In dem Ort befindet sich auch eine Markthalle die montags bis freitags von 6 bis 14 Uhr geöffnet hat. Hier wird eine kleine Auswahl an regionalen Produkten (umfasst Gewürze, Wein, fischen Fisch, Fisch, uvm.) zu fairen Preisen angeboten. Ebenfalls sehr sehenswert ist der schön gestaltete, kleine „Parque Antonio Gómez Felipe“. An den Park schließt ein kleiner Spielplatz mit verschiedenen Klettergerüsten und Spielgeräten an.

Tag 4: Die Hauptstadt und die Punta el Lajio

Einen etwas gewöhnungsbedürftigen Leuchtturm findet man an der Punta el Lajio, an der Westküste La Palmas. Warum genau der Leuchtturm so liebevoll gestaltet wurde, muss wohl der Architekt beantworten. Badefreunde können sich in diesem kleinen Dort über einen recht feinen Sandstrand freuen.

Santa Cruz de la Palma

Bald steigt der große Karneval „Los Indianos“ in Santa Cruz – das lässt sich nicht nur an den bereits laufenden Vorbereitungen in den Straßen wenige Tage vor dem Fest feststellen. Säckeweise wird das Babypuder zu den Ständen getragen. Auch die Inhaber einiger Geschäfte sorgen ebenfalls vor und versiegeln ihre Türen vorsorglich mit Paketklebeband. Ansonsten hat die Hauptstadt alles zu bieten: Kleine Cafés, Geschäfte und Bars warten auf die Gäste. Zu viel Zeit bleibt leider nicht mehr, die restliche Stadt dann nach dem Karneval.

Tag 5: Suche nach dem Strand

Auch wenn das Meer vom Ferienhaus aus sehr gut zu sehen ist, führt leider kein direkter Weg dahin. Also startete ich, mit Google Maps und Garmin eTrex bewaffnet, in Richtung Meer. Besonders bemerkenswert sind die vielen kleinen Wege, die bei dem OpenStreetMap-Kartenmaterial fehlen, jedoch bei Google zu finden sind. Allerdings führt hier ein, als normaler Weg gekennzeichneter Pfad auch direkt vor ein Tor eines Grundstücks – Ende des Ausflugs. Schade. Auch die Hunde der Bananenplantagen-Besitzern sind relativ unentspannt, wenn man sich in die Nähe ihrer Reviere begibt – dank kurzer Verschlusszeiten kann aber auch ein spontanes Bellen meinen Fotos nichts anhaben.
Irgendwann endet auch meine alternative Route an einem Tor. Also wieder zurück in Richtung Ferienhaus – mit einem leicht verändertem Rückweg.

Tag 6: San Antonio (Vulkan) und Meersalzgewinnung

Im Süden La Palmas finden sich die Vulkane San Antonio und Teneguía. Letzterer entstand im Jahr 1971 und steht bis heute noch unter Beobachtung, da er noch nicht vollständig erloschen ist. Bereits bei der Ankunft am Besucherzentrum (am Fuße des Vulkans San Antonio) werden einige Informationen aus dem Internet widerlegt: So kostet der Eintritt (ab 12 Jahren) 5 Euro – darin enthalten ist neben dem Parken auch noch ein kurzer Info-Film. Die Wanderung auf die Spitze des Vulkans selbst ist jedoch auch ohne Eintritt möglich. Der Eintritt für das Besucherzentrum sollte somit lieber in sinnvollere Dinge investiert werden, zumal der Parkplatz des Besucherzentrums bereits um 16 Uhr schließt.

Salinas de Fuencaliente

Wer sich mit dem Süden der Insel angefreundet hat, kann auch noch den kurzen Weg zur Meersalzgewinnung auf sich nehmen und wird von dort mit einem schönen Blick auf das Meer und die Leuchttürme belohnt. Im Café kann neben einem Kaffee auch noch eine Portion Tapas bestellt werden. Weiterhin bietet ein kleiner Shop die vor Ort hergestellten Produkte zum Verkauf an. Preislich liegen die Artikel jedoch deutlich über den Supermarkt-Preisen der identischen Produkte.