iPad - Begrüßungsbildschirm

Zunächst als Information vorab: Ich habe mich lange Zeit gegen die Plattformen von Apple (Mac OS X, iOS) gewehrt. Die Gründe dafür lagen vor allem in den begrenzten Möglichkeiten die der Benutzer in Punkte Anpassbarkeit und Systemzugriff hat. Unter Android kann so ziemlich alles bearbeitet und ersetzt werden: Die Oberfläche, das Verhalten der Anwendungen, aber auch das komplette System lässt sich bei den meisten Gerät problemlos durch eine von Entwicklern angepasste Software ersetzen.

Ausgangssituation

Gerade auf dem Tablet-Markt gibt es zahlreiche Geräte mit Android die ein durchaus interessantes Datenblatt zu einem fairen Preis bieten. Im August 2012 habe ich mir damals das Google Nexus 7 (erste Generation, WiFi-Version) von ASUS gekauft und war durchaus begeistert. In letzter Zeit hat jedoch die Leistung stark nachgelassen, was vermutlich an dem günstigen Flash-Speicher liegt, der im Nexus 7 verbaut wurde. Sicherlich kann man sagen, dass man für den Preis mit solchen Problemen rechnen muss, jedoch hätte ich lieber 50 € mehr bezahlt und dafür langlebigere Komponenten bekommen.

iPad - Balkon

Auf der Suche nach einem neuen Gerät haben sich nach meiner Recherche relativ schnell zwei potentiell interessante Produkte herauskristallisiert: Das Samsung Galaxy Tab S 8.4 und das Apple iPad Mini Retina. Das Samsung besitzt dabei sowohl ein sehr gutes Display (AMOLED) als auch die Möglichkeit den Speicher über microSD-Karten bis zu 128 GB nachträglich zu erweitern. Beim iPad Mini wird dagegen einen satten Aufpreis für ca. 110 € verlangt, wenn man statt der 16 GB-Version die doppelt so große 32 GB-Version haben möchte.

In einem Punkt hebt sich das iPad jedoch deutlich vom Galaxy Tab S ab: Die Oberfläche und der damit verbundene Bedienkomfort. Trotz Quad-Core-CPU ist das Galaxy Tab S leider nicht in der Lage eine absolut ruckelfreie Navigation innerhalb der Touchwiz-Oberfläche mit Magazine UX zu bieten. Unter iOS dagegen macht die Bedienung einfach Spaß und alle Interaktionen erfolgen flüssig und ohne Wartezeit – eben genau so wie es sein sollte.

Die ersten Schritte mit dem iPad Mini Retina

Da ich neben dem Google Kalender auch auf die Mail-, Kontakt- und Aufgabe-Dienste vom Suchmaschinen-Riesen setze, war die Synchronisation der Daten von höchster Bedeutung. Die Einrichtung gelang auf dem iPad Mini, trotz Zwei-Faktor-Authentifizierung, einfach und problemlos. Auch andere Google Apps (Mail, Maps, YouTube) laufen gut, wenn auch nicht immer mit dem gewohnten Komfort wie unter Android. Vor allem das Versenden von E-Mails mit Anhang ist unter iOS (ohne Verwendung der iCloud) unlogisch und stark eingeschränkt. Zwar können Bilder aus der Galerie zur E-Mail hinzugefügt werden, auf PDF-Dateien oder andere Dateien muss jedoch verzichtet werden. Diese können allenfalls weitergeleitet werden.

Für alle Fans der Tablet-Kameras gibt es gute Nachrichten: Die integrierte HDR leistet gute Arbeit und liefert durchaus beeindruckende Bilder. Ich werde trotzdem davon absehen mit dem iPad unterwegs Fotos zu machen.

iPad - HDR Aufnahme

Mit dem Update auf iOS 8 sind einige, bisher für mich nicht wirklich relevante Funktionen dazu gekommen. Die wichtigsten sind wohl die verbesserte Mail-Anwendung und die Tastatur mit Wortvorschlägen. Die Möglichkeit Tastaturen von Drittanbietern zu installieren ist zwar interessant, aber leider sehr mäßig umgesetzt. So erscheint in manchen Fällen trotz aktiviertem SwiftKey die Apple Standardtastatur – schade!

Fazit

Insgesamt macht das iPad Mini Retina nach zwei Wochen Nutzungsdauer eine gute Figur. Der Akku hält bei durchschnittlicher Nutzung im Schnitt drei Tage durch, wobei Spiele und andere energiehungrige Anwendung ihren Teil dazu beitragen. Das dazu passende Smart Cover ist praktisch und sein Geld definitiv wert. Auch iOS weiß insgesamt zu überzeugen. Da lässt es sich auch verschmerzen, dass selbst für ein einfache, werbefreie Taschenrechner-App Geld verlangt wird. Qualität hat eben einfach ihren Preis – auch einfache Apps müssen entwickelt und getestet werden.

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